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Sie sind in der glücklichen (oder unglücklichen ;-) ) Situation, dass Sie eine neue Emailadresse auswählen müssen?

Dann sollten Sie die folgenden Dinge beachten:

Haben Sie eine Homepage oder eine eigene Domain? Oder möchten Sie eine Freemail-Emailadresse benutzen?

  • Wenn Sie bereits eine eigene Homepage oder Domain haben, dann legen Sie am besten dort eine Emailadresse an. Das wirkt seriös, und die Adresse hat dann einen stärkeren Wiedererkennungseffekt bei Kunden und Geschäftspartnern.

  • Falls Sie bisher keine eigene Domain haben, überlegen Sie gut, ob Sie sich für die Emailadresse eine Domain zulegen. Auf der einen Seite sind damit ein (geringer) einmaliger Aufwand und auch (überschaubare) Kosten verbunden. Andererseits könnten Sie sich gleich einen guten Domain-Namen für eine zukünftige Homepage sichern und haben den Vorteil einer professionell wirkenden Emailadresse.

  • Ohne eigene Domain können Sie eine Emailadresse bei einem Freemail-Provider anlegen, z.B. GMX oder Web.de. In den Basispaketen ist dort eine (manchmal auch mehrere) Emailadresse kostenlos. Achten Sie darauf, einen seriösen Anbieter auszuwählen, der im deutschsprachigen Raum auch bekannt ist, damit Ihre zukünftige Emailadresse nicht wie Spam wirkt.

  • Wenn Ihnen das Basispaket Ihres Anbieters nicht genügt (z.B. weil Sie mehr Speicherplatz für Ihre Emails benötigen), können Sie für wenig Geld zusätzliche Angebote dazubuchen. Überlegen Sie dann aber, ob es in der Summe nicht günstiger ist, wenn Sie eine eigene Domain reservieren.

Wählen Sie auf jeden Fall eine aussagekräftige Emailadresse, die nicht albern wirkt.

  • Bei Freemail-Anbietern sollten Sie Spaß-Endungen wie “@ist-einmalig.de” vermeiden, falls Sie nicht ein sehr gutes und durchdachtes Konzept haben, das zu Ihrem Angebot und Ihren Kunden passt. “sport-in-muenchen@ist-einmalig.de” könnte vielleicht für einen Fitness-Trainer passend sein, wenn Sie sich entsprechend vermarkten…

  • Auch der Namensteil vor dem “Klammeraffen” sollte durchdacht sein (im obigen Beispiel also das “sport-in-muenchen”). Wenn Sie eine eigene Domain haben, kommen hier als klassische Emailadressen “info” oder “kontakt” in Frage, aber auch Ihren Namen könnten Sie benutzen. Wenn Sie nicht mehr als eine Emailadresse verwenden, würde ich es bei solch einer bewährten Kombination belassen.

  • Wenn Sie mehrere Emailadressen anlegen, könnten Sie auch thematisch passende Adressen auswählen, z.B. für verschiedene Trainings, die Sie durchführen. Denken Sie aber daran, dass Sie auch alle Emailadressen verwalten und regelmäßig abfragen müssen!

  • Bei einem Freemail-Provider sollten Sie eine möglichst aussagekräftige Emailadresse wählen. Also z.B. “coaching-hannover” oder “business-coaching” oder vielleicht auch ein peppigeres “zeit-erfolgreich-managen”.

    Wichtig ist, dass die Emailadresse Ihr Angebot möglichst gut widerspiegelt und zu Ihnen und Ihren Kunden passt. Was für den einen eine gute Wahl ist, mag bei der anderen die Kunden abschrecken… Sie wissen also selbst am besten, was für Sie in Frage kommt.

  • Wenn Sie hauptsächlich in einem bestimmten räumlichen Bereich arbeiten, können Sie z.B. diese Stadt oder Gegend in der Emailadresse verwenden (wie in “coaching-hannover”). Dadurch signalisieren Sie Ihren Kunden sofort, wo Sie arbeiten.

  • Vorsichtig sein sollten Sie mit Ihrem eigenem Namen als Emailadresse, wenn Verwechslungsgefahr besteht oder Ihr Name sehr schwierig zu schreiben ist.

    Stellen Sie sich vor, ein Interessent möchte eine Email an die Trainerin Stephanie Mayer schreiben. Er hat die Emailadresse vor ein paar Tagen erhalten, hat aber die Visitenkarte oder die Notiz im Moment nicht zur Hand.

    Er schreibt also an stephanie.meyer@X.de. Oder an stephanie.maier@X.de? Oder doch an stefanie mayer@X.de? Oder war es einfach s.mayer@X.de?

    Mit der Adresse zeitmanagement-hamburg@X.de wäre Frau Mayer in diesem Fall vielleicht besser gedient… ;-)

    Im Zweifelsfall sollten Sie daher als Emailadresse anstatt Ihres Namens lieber einen aussagekräftigen Begriff für Ihre Tätigkeit wählen, der anderen eher im Gedächtnis bleibt.

Haben Ihnen diese Tipps geholfen? Haben Sie noch Ergänzungen oder Fragen? Schreiben Sie einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag!

P.S.: Diejenigen unter Ihnen, die sich schon ein wenig mit dem Thema “Email-Spam” plagen mussten, wundern sich vielleicht, dass ich die Emailadresse sport-in-muenchen@… einfach so im Klartext in diesem Beitrag abdrucke. Derzeit zumindest ist diese Adresse nicht vergeben, ich habe das vorher extra überprüft. ;-)

2 Kommentare to “10 Tipps für Ihre neue Emailadresse”

  1. Lizika sagt:

    Hallo Regine!
    Es sieht so aus, als hätte ich die meisten Deiner Regeln bedacht… Ich finde diese Aufstellung sehr, sehr gut. Wir haben wochenlang hin und her überlegt bezüglich des Namens für die Homepage und früher schon auch für die e-mail Adresse.
    Ich habe zudem noch folgende Dinge bedacht:
    1. wer keine super Lesezeichenverwaltung hat und nicht gut im Tippen ist, freut sich über kurze Namen.
    2. Unterstriche in Mailadressen haben mich schon zum Wahnsinn getrieben, weil man sie nicht immer erkennt und sie handschriftlich häufig auf Linien verschwinden oder mit Bindestrichen verwechselt werden. Ich ziehe den klassischen Bindestrich (Minus) vor.
    3. Manch toller Name – für mich wäre “iQ-Institut” z.B. erste Wahl gewesen – findet sich unter Umständen noch unter einer com, eu, info oder exotischeren Domain-Namen-Endung. Will man aber “Otto Normalverbraucher” erreichen, führt das zu Verwirrungen, weil viele noch nicht mit der Vielfalt an möglichen Endungen vertraut sind und einen verzweifelt unter NN.de suchen, die im besten Fall etwas ganz anderes aber unter Umständen das Konkurrenzprodukt anbieten. Auch sind bei vielen Providern die Domains unterschiedlich teuer oder es sind nicht alle Dienste verfügbar. Es lohnt sich, nachzufragen.

    • Regine sagt:

      Hallo Lizika,

      danke für deine nützlichen Ergänzungen! Besonders wichtig finde ich die Anmerkung zu den Unterstrichen. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber im Alltag kann das sehr viele Nerven kosten. Auch die Domain-Endungen sind wirklich zu bedenken. In der Regel würde ich hier als deutscher Trainer oder Coach, wie du sagst, bei .de bleiben. Wobei es mit .info manchmal pfiffige Kombinationen gibt, die Besucher sich dann auch gut merken können.

      Mir ging es übrigens ähnlich wie dir – ich habe auch lange hin und her überlegt. “Lernfeuer digital” ist ja nicht gerade das Naheliegendste… ;-) Aber nachdem der Name sich einmal in meinem Kopf festgesetzt hatte, wollte er einfach nicht mehr verschwinden…

      Schlussendlich ist es wie bei vielen Dingen im Leben: Ganz perfekt wird es nicht werden. Und dann ist es manchmal besser, eine ziemlich gute Lösung zu nehmen und etwas daraus zu machen, als die nächsten 20 Jahre über die perfekte Lösung nachzudenken…

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