Wenn Sie sich als Trainer oder Coach eine Online-Präsenz aufbauen, z.B. über eine Homepage, dann geht das oft nur “nebenher” – schließlich muss Ihre eigentliche Arbeit ja auch irgendwie erledigt werden. Und das Geld, dass Sie für Webdesign und andere Dinge ausgeben, soll sich auch lohnen. Ansonsten kaufen Sie sich von diesem Geld lieber ein paar gute Bücher…
Je besser Sie Ihren Online-Auftritt planen, und je gezielter Sie Ihr Online-Marketing durchführen, desto weniger Zeit und Geld kostet es Sie, und desto mehr Erfolg haben Sie damit.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie für sich die folgenden 6 Fragen beantworten:
- Was ist meine Zielgruppe?
- Wie erreiche ich meine Zielgruppe?
- Was will meine Zielgruppe (online) von mir?
- Was will ich mit meinem Online-Marketing erreichen?
- Was sind meine Stärken und Schwächen in Bezug auf Online-Marketing?
- Was kann und will ich investieren?
Je besser Sie Ihre Zielgruppe eingrenzen können, desto eher können Sie abschätzen, welche Marketing-Methoden sich lohnen. Dazu gehört auch die Entscheidung, wieviel Aufwand Sie überhaupt in Online-Marketing stecken – vielleicht sind Sie ja mit Anzeigen in örtlichen Zeitungen und Zeitschriften besser bedient.
Wenn Sie eine genaue Vorstellung davon haben, wer zu Ihrer Zielgruppe gehört, können Sie sich überlegen, wie Sie diese Personen am besten (online) erreichen.
Sind Ihre potentiellen Kunden sehr technik-affin und viel in Foren, auf technischen Webseiten etc. zu finden? Oder sind es jüngere Leute, die Sie vielleicht gut über Youtube oder soziale Netzwerke erreichen? Sprechen Sie konservative Business-Kunden an, die Sie eher mit einer sauber gestalteten Homepage beeindrucken werden als mit Details über Ihre Abendgestaltung als Twitter-Meldung?
Sind Ihre potentiellen Kunden online auf der Suche nach einem Trainer oder Coach? Oder besuchen Ihre Kunden eher Ihre Homepage, weil Sie anderweitig darauf aufmerksam geworden sind und sich jetzt noch abschließend informieren möchten?
Und nach welchen Informationen suchen sie besonders? Ihre Ausbildung, Bewertungen früherer Kunden, Persönliches um zu sehen ob die Chemie stimmt, Beispiele Ihrer Arbeit, Nachweise Ihres Fachwissens?
In Abhängigkeit von Ihren Antworten auf die vorhergehenden Fragen sollten Sie sich jetzt überlegen, was Sie eigentlich mit Ihren Online-Marketing-Aktivitäten erreichen möchten.
Wollen Sie vornehmlich eine “Online-Visitenkarte” für bestehende Interessenten aufbauen? Möchten Sie aktiv potentielle Kunden suchen? Geht es Ihnen darum, Kontakt zu bestehenden Kunden zu halten und diesen Folgeangebote zu machen?
Wenn Sie z.B. nicht gerne regelmäßig Texte schreiben, eignet sich ein Blog nicht für Sie. Wenn Sie technische Dinge und Software meiden, so gut es geht, wird ein Video ein bisschen Einarbeitungsaufwand erfordern (oder natürlich etwas Geld, wenn Sie andere für die Produktion bezahlen). Wenn Sie Twitter einfach albern finden, wird das auch in Ihren Tweets durchscheinen.Suchen Sie sich also möglichst Bereiche aus, die Sie gut und gerne erledigen oder die Sie günstig und mit wenig Aufwand für sich selbst auslagern können. (“Günstig” ist hier relativ zum Ergebnis zu verstehen…)
Hier denken Sie vielleicht zuerst an Geld. Aber auch Ihre Zeit ist etwas wert, oder? Sie können ja einfach aus Ihrem Stundensatz für Kunden umrechnen, was eine bestimmte Online-Werbe-Aktivität “kostet”.Denken Sie bei zeitlichen Überlegungen auch daran, wann Sie etwas erledigen können und ob Sie regelmäßig Zeit haben (um ein Blog z.B. müssen Sie sich regelmäßig kümmern) oder ob Sie lieber gelegentlich oder einmalig ein paar Stunden oder Tage investieren.
Erst wenn Sie sich über all dies im Klaren sind, können Sie sich eine sinnvolle Strategie für Ihr Online-Marketing zurechtlegen.
Diese Fragen sind übrigens nicht nur wichtig, wenn Sie gerade neu mit einer Homepage anfangen. Auch als Internet-erfahrener Trainer oder Coach tun Sie gut daran, Ihre Strategie und Ihre Ergebnisse gelegentlich zu hinterfragen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen oder auch etwas Neues auszuprobieren.



