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Um herausfinden, wieviele Besucher Ihre Homepage hat, mit welchen Suchbegriffen Sie gefunden wurden, und vieles mehr, benutzen Sie ein sogenanntes Tracking- oder Statistiktool. Das ist eine Software, die die Anzahl Ihrer Besucher und andere Daten „tracken“, also verfolgen, kann, und diese Daten dann mehr oder weniger aufwendig auswertet.

Im einfachsten Fall verwenden Sie hierzu die Besucherstatistiken, die Ihnen Ihr Webhoster zur Verfügung stellt. Wenn Sie nur gelegentlich sehen wollen, wie sich Ihre Besucherzahlen entwickeln, genügt das vollauf.

Wenn Sie hingegen mehr wissen möchten oder detailliertere Auswertungen brauchen, benötigen Sie eine hierrauf spezialisierte Software.

Grundlegend zu unterscheiden ist dabei zwischen Software, die bei Ihnen auf dem Webserver installiert wird, alle Daten dort lagert und auch dort auswertet, und zwischen Software, die auf den Servern eines Dienstleisters läuft, dort die Daten lagert und auswertet, und Ihnen dann die Auswertung zur Verfügung stellt.

Im ersten Fall sind Sie selbst für Installation und Wartung verantwortlich und benötigen Speicherplatz und Serverressourcen für die Datenspeicherung und die Auswertung. Außerdem müssen Sie die technischen Voraussetzungen der Software beachten. Andererseits haben Sie damit die Sicherheit, dass die Daten bei Ihnen bleiben und nicht vielleicht noch für andere Zwecke ausgewertet werden.

Der Einsatz eines Dienstleisters hingegen hat den Vorteil, dass Sie sich um fast nichts kümmern müssen (ein paar Zeilen Javascript-Code müssen normalerweise auf Ihren Webseiten integriert werden). Dafür liegen die Daten beim jeweiligen Anbieter, Sie haben keinen Einfluss darauf, wie die Daten gelagert und ausgewertet werden, und bei kostenpflichtigen Anbietern bezahlen Sie in der Regel eine monatliche Gebühr.

Im folgenden stelle ich Ihnen 5 bekannte Tracking- und Statistiktools vor. Eines davon wird auf Ihrem Server installiert, die ersten vier sind Dienste von Drittanbietern. Alle Tools sind entweder kostenlos oder es ist eine kostenlose Grundversion verfügbar.

  1. Das wahrscheinlich bekannteste Trackingtool ist Google Analytics. Wenn Sie Google Analytics benutzen, erhalten Sie kostenlos detaillierte Statistiken über den Besucherverkehr auf Ihren Webseiten. Sie müssen hierzu einen Account bei Google anlegen und Ihre Domain für Google Analytics anmelden.

    Die Daten werden bei Google gespeichert und ausgewertet. Sie erhalten die Statistiken nicht in Echtzeit, sondern mit etwas Verzögerung (was aber für die meisten kein Problem darstellen sollte). Wichtiger ist da schon die aktuelle Datenschutzdebatte über den Einsatz von Google Analytics. Auch wenn Sie selbst diesbezüglich keine Bedenken haben, sollten Sie die Debatte doch im Auge behalten, damit Sie nicht unwissentlich gegen die gültige Rechtslage verstoßen.

  2. Ein verbreiteter englischsprachiger Trackingdienst ist Statcounter. Ebenso wie bei Google Analytics werden auch hier die Daten auf den Servern von Statcounter gelagert und ausgewertet. In Ihren Webseiten fügen Sie nur ein paar Zeilen Code ein.

    Statcounter wertet die Daten in Echtzeit aus, das heißt dass Ihre Statistiken sofort angepasst werden, wenn ein Besucher Ihre Homepage aufruft. Von Statcounter ist eine kostenlose Grundversion erhältlich.

  3. Ein weiterer englischsprachiger Trackingdienstleister ist Woopra. Die Grundversion von Woopra ist ebenfalls kostenlos, allerdings nur für nicht-kommerzielle Seiten.

    Woopra bietet ebenfalls eine Echtzeit-Analyse der Daten, geht allerdings einen etwas anderen Weg: Die Daten werden zwar weiterhin über die Server von Woopra getrackt und ausgewertet, die Darstellung erfolgt allerdings nicht über ein Web-Interface, sondern über eine Client-Software, die Sie direkt bei sich auf dem Computer installieren.

  4. Der vierte bekannte Statistik-Service schließlich ist Clicky. Clicky bietet ebenfalls eine Echtzeitauswertung sowie eine große Menge an Auswertungsfunktionalität.

    Clicky wird wegen seiner übersichtlichen Bedienoberfläche und intuitiven Bedienung sehr gelobt und bietet, ebenso wie manche anderen Anbieter, ein WordPress-Plugin. Die Blogger unter Ihnen können somit sofort mit der Datenanalyse loslegen…

  5. Ein Trackingskript, das direkt auf Ihrem Webserver installiert wird, ist Piwik. Es handelt sich um eine kostenlose Open Source-Tracking-Software, für die auch ein deutsches Interface verfügbar ist. Piwik trackt ebenfalls in Echtzeit.

    Durch den Open Source-Charakter von Piwik arbeiten sehr viele unterschiedliche Programmieren daran. Piwik hat eine Plugin-Struktur (ähnlich wie WordPress). Es existiert daher eine Reihe von Plugins für spezielle Anforderungen oder Lösungen.

Bevor Sie sich für ein Tool entscheiden, schauen Sie sich die Demoversionen oder die kostenlosen Versionen an und probieren Sie aus, ob Sie mit der Bedienung und der graphischen Oberfläche zurecht kommen. Überlegen Sie auch vorher schon, welche Zahlen Sie tatsächlich benötigen. Dann können Sie gezielt einen Anbieter oder eine Software auswählen, die diese auch liefern…

Benutzen Sie ein Tracking- oder Statistiktool? Oder genügen Ihnen die Statistiken Ihres Providers? Kennen Sie eine andere Trackingsoftware, die Sie empfehlen können? Schreiben Sie einfach einen Kommentar zu diesem Artikel!

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2 Kommentare to “5 bekannte Tracking- und Statistiktools für Ihre Webseiten”

  1. Schöne Zusammenstellung, vielen Dank. Vielleicht noch ein Hinweis zu den Auswertungssystemen, die über eigene Datenserver die Daten ziehen und lagern udn die nicht in Deutschland sind: nach momentanem Datenschutzrecht ist der Einsatz höchst umstritten und im Bereich der Anwendung auf Webseiten öffentlich-rechtlicher Träger definitiv nicht gestattet. Bei privaten Sites sieht es etwas anders aus.
    Schöne Grüße und happy Valentine :)
    Christoph

    • Regine sagt:

      Hallo Christoph,

      bei geschäftlichen Dingen im Internet ist die Rechtslage leider in vielen Fällen so unübersichtlich und verworren, dass damit eigentlich weder kleineren Anbietern, kleinen Firmen oder Selbständigen noch den Kunden gedient ist.

      Ich finde es schade, dass man selbst mit gesundem Menschenverstand, gutem Willen und den besten Absichten oft rechtlich gesehen falsch liegt.

      Die Lösung ist dann wohl (leider), in jedem Zweifelsfall einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Aber das kann’s ja eigentlich auch nicht sein… :-(

      Ich bin gespannt, wie sich die rechtliche Einschätzung vor allem bezüglich Google Analytics entwickelt (siehe oben).

      Viele Grüße,

      Regine

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