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Was ist ein Blog?

“Blog” ist die Abkürzung von “Weblog”. Ein Blog ist im ursprünglichen Gedanken eine Art Tagebuch im Internet. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass immer wieder neue Inhalte, in der Regel in chronologischer Reihenfolge, im Internet zur Verfügung gestellt werden.

Bei diesen Inhalten handelt es sich meist um Texte, es gibt aber auch Blogs, die vor allem Bilder oder Videos veröffentlichen. Diese Texte, die sogenannten Posts, können in Kategorien eingeteilt oder verschlagwortet werden, so dass Besucher leicht alle Beiträge zu einem bestimmten Thema finden können.

Einer der Grundgedanken des Bloggens war ursprünglich Vernetzung und Kommunikation. Neben der Möglichkeit für Besucher, einen Kommentar zu hinterlassen, existieren auch standardisierte Möglichkeiten, auf andere Blogs und deren Beiträge zu verweisen, wenn beispielsweise ein Post auf einem anderen Blog zitiert oder kommentiert werden soll (sogenannte Pings oder Trackbacks).

Blogs erlauben es somit hervorragend, dass ein Autor oder ein Autorenteam mit Lesern und mit anderen Bloggern in Kontakt tritt.

Ein weiterer Grundgedanke ist die Aktualität. Auf aktiven Blogs werden häufig neue Beiträge veröffentlicht. Je nach Thema und Blog im Extremfall mehrmals am Tag. Auf den meisten Blogs ist das Erstellungsdatum der Beiträge gut zu sehen, deshalb wirken Blogs, in denen seltener als einmal pro Woche oder alle zwei Wochen ein neuer Beitrag erstellt wird, auf manche Besucher verwaist.

Umgekehrt ist es möglich, Beiträge bereits im Vorhinein zu schreiben und zu einer bestimmten Zeit an einem festgelegten Tag veröffentlichen zu lassen. Auf diese Art lassen sich Posts gut vorbereiten und dann über einen längeren Zeitraum hinweg in regelmäßigen Abständen veröffentlichen.

Auch auf Blogs sind feste Seiten möglich, die nicht chronologisch abgelegt sind. Beispielsweise können Sie Ihr Impressum als feste Seite ablegen und in ein Navigationsmenü einbinden.

Welche Themen kann ich in einem Blog behandeln? Können Blogs auch geschäftlich genutzt werden?

Während Blogger ursprünglich hauptsächlich aus ihrem eigenen Leben berichteten, variieren die Inhalte, über die “gebloggt” wird, inzwischen sehr stark. Blogs berichten aus der Perspektive des Bloggers zu einem bestimmten Thema (oder erlauben es ihm, seine Meinung zu äußern), Blogs werden genutzt, um Neuigkeiten darzustellen oder um Kunden oder Presse zu informieren.

Blogs werden inzwischen auch von vielen Firmen und Selbständigen genutzt, um ihre Arbeit darzustellen, neue Produkte vorzustellen oder um Kontakte mit Kunden, Interessenten und Geschäftspartnern zu knüpfen. Die Grenze zwischen geschäftlichem und privatem Blog ist dabei fließend, z.B. wenn auf einem Blog über private Dinge gebloggt wird, aber kommerzielle Werbung eingeblendet.

Generell ist zu beachten, dass an Blogs die gleichen rechtlichen Ansprüche gelten wie an eine “normale” Homepage. Zudem sind die meisten Blogs zwar einfach zu bedienen, erfordern aber für Einrichtung und technische Betreuung ebenso Aufwand wie jede andere Webseite auch. Auch die Inhalte, die fortlaufend veröffentlicht werden sollen, müssen erstellt und gepflegt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Blog-Plattform und den Blog-Inhalten?

Blogs können unterschiedlich eingesetzt werden. Im Extremfall dient die zugrundleliegende Blog-Plattform nur als Content Management System, d.h. als Möglichkeit, Inhalte komfortabel zu verwalten, in einer Datenbank abzulegen und auch von mehreren Autoren erstellen und bearbeiten zu lassen. Nicht immer steht dabei das Bloggen im Sinne einer regelmäßigen Veröffentlichung aktueller Inhalte im Vordergrund.

Manchen Blogs können Sie auf den ersten Blick kaum noch ansehen, dass es sich um ein Blog handelt, weil sie aufgemacht sind wie statische HTML-Seiten. Die Startseite von Lernfeuer Digital zum Beispiel ist ein Teil des Blogs.

Der Begriff “Blog” kann also eigentlich zwei Dinge bedeuten: einmal das Blog als zugrundeliegende Plattform (d.h. die technische Realisierung einer Homepage), und zum anderen das Blog, das als fortlaufende Sammlung von Inhalten dem Webseitenbesucher zur Verfügung steht.

Bei den Blogging-Plattformen lässt sich unterscheiden zwischen solchen, die auf Ihrer eigenen Domain laufen (also “selbstgehosteten” Blogs) und solchen, die auf der Domain eines Blogging-Anbieters integriert sind (also fremdgehosteten Blogs). Letzteres können Sie z.B. bei de.wordpress.com bekommen. Dort können Sie sich registrieren und dann direkt ein Blog anlegen. Die URL des Blogs ist dann XXX.wordpress.com, also z.B. regineBecher.wordpress.com.

Die wichtigste selbstgehostete Blogging-Software heißt ebenfalls Wordpress… :-) Zu erhalten ist sie unter de.wordpress.org, viele Hosting-Firmen haben Wordpress aber auch vorinstalliert. D.h. Sie können sich im Administrationsbereich Ihrer Webseite einloggen und mit wenigen Klicks ein Wordpress-Blog erstellen. Die Internetadresse hängt dann natürlich von Ihrer Domain ab.

Meine Empfehlung: Wenn Sie ein Blog (oder überhaupt eine Webseite) geschäftlich nutzen wollen, sollten Sie sich auf jeden Fall eine eigene Domain besorgen. Das wirkt nicht nur deutlich professioneller, sondern eröffnet Ihnen längerfristig auch deutlich mehr Möglichkeiten. Außerdem sind Sie dann nicht davon abhängig, dass der Anbieter Ihres Blogs auch in ein paar Jahren noch existiert und immer noch Blogs anbietet…

Falls Sie noch keine eigene Domain haben, können Sie Domain, Hosting und einen sehr guten Support z.B. bei Domainfactory bekommen.

Vor- und Nachteile von Blogs

Blogs haben gegenüber statischen Webseiten den Vorteil, dass sie dynamischer sind, und den Nachteil, dass sie dynamischer sind. :-)

Ein Blog ist dafür gemacht, dass sich öfter etwas ändert bzw. neue Beiträge hinzugefügt werden. Mehr noch als bei einer statischen Homepage brauchen Sie also von Anfang an eine gute und sinnvolle Struktur für Ihre Webseiten, damit Sie nicht im Chaos enden. Wenn Sie statische Webseiten einmal richtig aufgesetzt haben und mit guten Inhalten gefüllt, kann sie für lange Zeit so bleiben. Andererseits kann es mühsam sein, neue Inhalte in eine statische HTML-Seite einzupflegen, vor allem wenn Sie das öfter tun müssen. Ob die dynamische Natur eines Blogs ein Vor- oder ein Nachteil ist, hängt also ganz davon ab, wie Sie Ihre Homepage benutzen wollen.

Unprofessionell wirkt es auch, wenn ein Blog als echtes Blog mit laufend neuen Beiträgen aufgesetzt wird, aber dann seit Monaten nicht aktualisiert wurde. Auf einer normalen Homepage lässt sich das besser verstecken.

Aus Sicherheitsgründen (speziell Wordpress ist ein beliebtes Ziel von Hackern) sind bei selbstgehosteten Blogs auch regelmäßige Updates notwendig. Auch deshalb müssen Sie ein Blog immer mal wieder “anfassen”.

Die Meinungen über Blogs sind geteilter Natur. Manche finden z.B. ein Wordpress-Blog sehr einfach aufzusetzen und zu bedienen, andere sind von den dauernden Updates und den Einschränkungen bei der Webseitenprogrammierung genervt. Manche schwören darauf, dass Blogs in den Suchmaschinen besser abschneiden als klassische Homepages, andere konnten hier überhaupt keine Unterschiede feststellen.

Die Wahrheit liegt vermutlich wie immer irgendwo in der Mitte… ;-)

Wenn Sie Blog-Funktionalitäten auf Ihren beruflichen Webseiten nutzen wollen (also insbesondere laufend neue Inhalte publizieren), empfiehlt sich ein Wordpress-Blog auf einer eigenen Domain. Wenn Sie Ihre Seiten nur selten verändern und eine überschaubare Anzahl von Unter-Seiten haben, ist eine klassische Homepage die bessere Wahl. Es spricht aber auch nichts dagegen, einer solchen Homepage später ein Blog hinzuzufügen, wenn Sie feststellen, dass Sie das doch benötigen.

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2 Kommentare to “Lernfeuer Lexikon: Blog”

  1. Uwe sagt:

    Übersichtlicher Artikel, aber Aussagen wie “…Die Wahrheit liegt vermutlich wie immer irgendwo in der Mitte…” schmälern die Professionalität.

    Und vor allen sind sie falsch; einer Suchmaschine ist es wurscht, was aufm Server ist, Hauptsache das generierte HTML ist von hoher Qualität.

    • Regine sagt:

      Hallo Uwe,

      danke für den Kommentar.

      Wenn ein Scherz (angedeutet durch den zwinkernden Smiley) unprofessionell wirkt, dann wirke ich gerne gelegentlich unprofessionell. :-)

      Die Aussage “Und vor allen sind sie falsch; einer Suchmaschine ist es wurscht, was aufm Server ist, Hauptsache das generierte HTML ist von hoher Qualität.” ist nicht unstrittig…

      In Internet Marketing Foren gibt es immer wieder heftige Diskussionen darüber, ob ein (selbstgehostetes) Wordpress-Blog nun von den Suchmaschinen besonders geliebt wird (d.h. schneller indexiert und/oder bei den Suchergebnissen höher gerankt), oder ob im Gegenteil statische Seiten besser abschneiden.

      Ganz gleichgültig, ob es den Suchmaschinen egal ist – es ist zumindest ein Aspekt von Blogs, der sehr kontrovers diskutiert wird und deshalb in einem Lexikoneintrag nicht fehlen darf…

      Angesichts der Zielgruppe des Artikels (keine SEO-Fachleute oder Online-Marketing-Profis, sondern ganz normale Trainer und Coaches, die darüber nachdenken, ob Sie ein Blog brauchen) sind die Suchmaschinen-Überlegungen aber kein wichtiges Entscheidungskriterium. Wichtig sind in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten, die ein Blog bietet, und die Vor- und Nachteile eines Blogs. Wer diese Grundlagen verstanden hat, hat zumindest eine vernünftige Basis, wenn er sich für oder gegen ein Blog entscheiden muss.

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